Forschungsgesellschaft für Meß- und Sensortechnik e.V. Dresden

Forschungsgesellschaft für Messtechnik,
Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden

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2. Dresdner Medizintechnik Symposium

1.-3. Dezember 2008

Haus der Kirche - Dreikönigskirche Dresden

 

Im Mittelpunkt des 2. Dresdner Medizintechnik-Symposiums, das unter Mitwirkung der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE ausgerichtet wird, steht wiederum das Zusammenwirken sensorischer und aktorischer Komponenten biomedizinischer Technik. Diese Einheit wird an drei Themenschwerpunkten dargestellt.

Der erste Tag ist körpernahen elektronischen und mechatronischen Systemen gewidmet, die den Stand und die Tendenzen auf dem Gebiet der medizinischen Rehabilitation und Rehabilitationstechnik aufzeigen.
Sensorisch-aktorische Systeme bei simultaner neuronaler Signalgewinnung und -verarbeitung unter Einbeziehung mikrosystemtechnischer Lösungskomponenten bilden die Schwerpunkte der Vorträge. Dies wird am Beispiel der Erhaltung und Wiederherstellung von Hirnfunktionen, der multilokalen Netzhautstimulation, der Ableitung lokaler Feldpotentiale einer Hemisphäre oder einzelner kortikaler Neurone sowie der funktionellen bildgebenden Hirndiagnostik durch Nahinfrarot-Imaging untersetzt. Neuroprothesen für die gelähmte obere Extremität sowie mechatronische und messtechnische Systeme für die Arm- und Beinprothetik werden ebenso wie ein computergestütztes Trainingssystem für die Skoliosetherapie und die Magnetfeldtherapie bei Knochenfrakturen und Wunden vorgestellt.

Das Thema des zweiten Tages - Technische Aspekte der Zellinteraktion - schlägt die Brücke von der molekularen Skala zu makroskopischer Gerätetechnik für biophysikalisch-biochemische Untersuchungen des Zellverhaltens und für zellbasierte Sensorik.
Es gibt Beiträge zur Interfacegestaltung zwischen biologischen und technischen Komponenten, die sich auf neue Biomaterialien, optimale Scaffolds oder das Oberflächendesign für Zelladhärenz und -ausrichtung beziehen. Ebenso werden komplette Gerätesysteme zur Zellkultivierung für unterschiedliche Aufgabenstellungen vorgestellt. Sie sind durch das gemeinsame technische Ziel verbunden, biologische Prozesse ingenieurmäßig reproduzierbar führen zu können.

Einen dritten wichtigen Punkt stellt der diagnostische Einsatz von Zellen und Geweben dar. Sensorische Zellarrays, Testkulturen und Zellmodelle als wissenschaftliches Werkzeug gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dazu werden gerätetechnische Lösungen vorgestellt.

Der dritte Themenschwerpunkt - Protektive Beatmungskonzepte - beschäftigt sich mit der Entwicklung protektiver Beatmungsformen und supplementierender Maßnahmen. Das Bewusstsein über negative Aspekte der maschinellen Beatmung hat Einzug in die Praxis gefun-den, doch kann der Pfad zwischen Sicherstellung eines ausreichenden Gasaustauschs und einer Schädigung der Lunge im Einzelfall sehr schmal sein. Es werden moderne Beatmungstherapien vorgestellt und die Bedeutung bildgebender Verfahren wie MRT und CT wird hervorgehoben. Ein wichtiger Punkt ist hierbei auch die Entwicklung von Optimierungsstrategien für den einzelnen Patienten aus der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Daten.

Weiterhin gibt es Beiträge zu neuen bildgebenden Verfahren, die die Darstellung des Flows in den Atemwegen sowie des Verhaltens einzelner Alveolen erlauben und zu neuen Einsichten in die Physiologie und Pathophysiologie der Lunge führen können.

Jedem Teilthema sind Übersichtsvorträge renommierter Wissenschaftler zugeordnet. Zahlreiche Poster runden das Programm ab.

Alle Beiträge werden in einem Band der Publikationsreihe "Dresdner Beiträge zur Medizintechnik" veröffentlicht, der schon zu Tagungsbeginn zur Verfügung stehen wird.


 


 

© fms Dresden 1995-2012, Last update 16.01.2012

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