1. Dresdner Medizintechnik-Symposium
4.-6.Dezember 2006
BioInnovationsZentrumDresden
Ende des Jahres 2004 erfolgte die Verschmelzung der Forschungsgesellschaften fms und MBT zur gemeinsamen Forschungsgesellschaft für Messtechnik, Sensorik und Medizintechnik e. V. Dresden (fms).
Dieser Schritt war in erster Linie inhaltlich motiviert, da eine deutliche Überlappung der Zielstellung beider Gesellschaften zu erkennen war. Um auch den medizintechnischen Aspekten ein wissenschaftliches Podium zu schaffen, wurde schon in der ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung beschlossen, künftig neben das bewährte Dresdner Sensorsymposium auch ein medizintechnisch orientiertes Symposium zu stellen.
In diesem Jahr lädt nun die Forschungsgesellschaft für Messtechnik, Sensorik und Medizintechnik zum
1. Dresdner Medizintechnik-Symposium ein.
Es richtet sich an Forscher und Entwickler auf dem medizintechnischem Sektor ebenso wie an Hersteller und Anwender. Dabei ist diesmal ein enger Bezug zu der klinischen Praxis angestrebt worden.
Dieses Symposium steht unter dem Motto "Innovation durch Einheit von Therapie und Monitoring". Es soll zeigen, dass die Leistungsfähigkeit medizintechnischer Versorgung von der gleichzeitigen Entwicklung sensorischer und aktorischer Komponenten abhängt. Damit tritt die traditionelle Unterscheidung zwischen Diagnostischer Gerätetechnik und Therapeutischer Gerätetechnik in den Hintergrund und die durchgängige Realisierung der Medizintechnik als Systemlösung wird betont.
Gerade dieser Systemaspekt erweist sich heute als Antrieb für medizintechnische Innovationen.
Die wissenschaftlichen Beiträge gelten drei inhaltlichen Schwerpunkten:
- Protektive Beatmungskonzepte,
- Lasertherapie und optische Messverfahren,
- Rehabilitationstechnik.
Der erste Themenschwerpunkt beschäftigt sich mit der Optimierung der maschinellen Beatmung. Die übliche Überdruckbeatmung ist wegen ihrer unphysiologischen Ventilationsmechanik mit Gewebestress und potentieller Schädigung anderer Organe verbunden.Durch ein engmaschiges Monitoring wird ein optimales Beatmungsregime erreicht und negative Rückwirkungen können weitgehend vermieden werden.
Die Beiträge spannen einen weiten Bogen von bettseitig einsetzbaren Methoden bis zu ausgefeilten Messungen für Forschungszwecke - etwa der MR-gestützten Bestimmung von Strömungsverteilungen in den Atemwegen.
Die Beiträge des zweiten Themenschwerpunkts befassen sich mit dem Einsatz von Lasern höherer Ausgangsleistung zur Therapie an Auge, Zahn und Weichgewebe ebenso wie mit optischen Verfahren zur dreidimensionalen Vermessung am/im Organismus und schließlich mit Lasern zum spektroskopisch-diagnostischen Einsatz. Ausnahmslos wird das Zusammenspiel von Therapie und leistungsfähiger Sensorik sichtbar, dessen technische Weiterentwicklung Spezifität, Selektivität und Wirksamkeit des therapeutischen Handelns erhöht.
Auch im dritten Themenschwerpunkt - Rehabilitationstechnik - wird die Kopplung von sensorischen und aktorischen Komponenten zu hochkomplexen Systemen der Medizintechnik deutlich. In den Beiträgen werden miniaturisierte Messsysteme und Implantate, biomedizinische Mikrosysteme in Neuroprothesen, High-Tech-Prothesen und weitere diagnostisch-therapeutische Rehabilitationsmittel vorgestellt.
Alle drei Schwerpunkte werden von Übersichtsvorträgen eingeleitet, für die wir ausgezeichnete Gastredner gewinnen konnten. Ebenso dankbar sind wir für die Mitwirkung der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE an unserem Symposium.
Allen Teilnehmern wünschen wir ein erfolgreiches Symposium. Möge es insbesondere zum weiteren Zusammenwachsen der Teilgebiete unserer gemeinsamen Forschungsgesellschaft beitragen.
September 2006
Forschungsgesellschaft für Messtechnik, Sensorik und Medizintechnik e. V. Dresden
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