Forschungsgesellschaft für Meß- und Sensortechnik e.V. Dresden

Forschungsgesellschaft für Messtechnik,
Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden

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Neue Sensoren zur Diagnose des Ölzustandes in Kraftfahrzeugen des Straßen- und Bahnverkehrs

AiF-Nr. 58 ZBR/1+2

Als Alternative zu feinwerktechnisch hergestellten Ölqualitätssensoren wurde durch Forschungsstelle 1 die Aufgabe gelöst, in Dickschichttechnik ausgeführte Sensoren zu entwerfen und zu erproben. In Forschungs­stelle 2 wurden in Motorenöl bei Betriebstemperatur einsetzbare Dünnschichtsensoren entworfen und herge­stellt. Die Erprobung dieser Sensoren wurde von beiden Forschungsstellen gemeinsam durchgeführt. Öle eines Realprobensystems, das für Dieseltriebfahrzeuge der Bahn-AG eingesetzt wird, zeigen in Abhängigkeit von der Einsatzdauer (Kilometerlaufleistung) Unterschiede in der exponentiellen Temperaturabhängigkeit der Im­pedanzwerte auf, wie an unterschiedlich getemperten Frischölproben verifiziert wurde. Frischöle und ge­brauchte Öle ergeben bei Wiederholungsmessungen signifikante Unterschiede hinsichtlich der Reproduzier­barkeit von Impedanzwerten bzw. im Driftverhalten bei kontinuierlicher thermischer Belastung.

In Forschungsstelle 2 wurden Dünnschichtsensoren auf Basis des Layouts von Streufeldsensoren auf ihre Eignung zur Qualitätsmessung von Motorenölen untersucht. Es wurde nachgewiesen, dass mit Streufeldsenso­ren handelsübliche Kfz-Ölsorten unterschieden werden können; eine Wasseraufnahme in Hydrauliköl ist de­tektierbar. Bei Belastungstests der Dünnschichtsensoren haben sich die planare Varianten mit relativ dick aus­geführter 2-Schicht- bzw. 3-Schicht-Passivierung als optimal widerstandsfähig erwiesen. Das elektrische Kon­taktsystem kann allerdings nur kurzzeitig dem Messmedium direkt ausgesetzt werden.

Insgesamt ist es gelungen, durch Einsatz der zwei Schichttechniken Dünnschichttechnik bzw. Dickschicht­technik miniaturisierte Sensorelemente zu fertigen, die für die Diagnose des Ölzustandes in Kraftfahrzeugen des Straßen- und Bahnverkehrs einsetzbar sind. Das Ziel des Vorhabens wurde erreicht.

Bearbeitet wurde das Forschungsthema von 10/01 bis 03/04 am Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik (Fabrikstraße 69, 104720 Ziegra-Knobelsdorf) und am CIS Institut für Mikrosensorik gGmbH (Konrad-Zuse-Straße 14, 99099 Erfurt).

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Das IGF-Vorhaben Nr. 58 ZBR/1+2 der Forschungsgesellschaft für Messtechnik, Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden, Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und –entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.