Forschungsgesellschaft für Meß- und Sensortechnik e.V. Dresden

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Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden

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On-Chip-Nachweis von phytopathogenen RNA-Viren mittels Oberflächenplasmonenresonanz

AiF-Nr. 15670 BR

 

In diesem Projekt wurde ein Schnelltest für phytopathogene RNA-Viren entwickelt, mit dem sich vireninfizierte Pflanzen von nichtinfizierten Pflanzen schnell und eindeutig unterscheiden lassen. Ziel war es dabei, durch die Übertragung des biologischen Nachweissystems (DNA-RNA-Hybridisierung) auf die Surface Plasmon Resonance (SPR)-Plattform ein Lab-on-a-Chip-System für einen RNA-Viren-Schnelltest zu etablieren. Diese vom IWS bereits erfolgreich zur DNA-DNA-Hybridisierung eingesetzte Plattform wurde dazu so auf die DNA-RNA-Hybridisierung adaptiert, dass ein schneller und eindeutiger Nachweis von Virus-RNA möglich ist, ohne dass zusätzliche zeit- und kostenintensive Nukleinsäureamplifikationsschritte angewandt werden müssen. Biologische Komponente war dabei die DNA, mit der sich durch die auf dem SPR-Chip ablaufende DNA-RNA-Hybridisierung virale RNA detektieren lässt. Die Etablierung und Optimierung des Lab-on-a-Chip-Systems erfolgte zunächst am Beispiel des Barley Stripe Mosaic Virus (BSMV) bzw. mit den von ihm infizierten Weizenpflanzen. Anhand der erhaltenen Parameter konnten anschließend Eignung und Einsatzgebiete des Lab-on-a-Chip-Systems definiert werden. Parallel dazu wurde der an das Untersuchungsobjekt Virus angepasste "Molecular Beacon" Test erfolgreich als Vergleichsmethode eingesetzt. Basierend auf diesen Ergebnissen kann nun das auf der SPR-Plattform arbeitende Lab-on-a-Chip-System durch Veränderung der DNA-Sequenz der biologischen Komponente als RNA-Viren-Schnelltest für die Detektion jedes anderen RNA-Virus eingesetzt werden. Hierzu wurde am Beispiel des Potato Virus Y der Kartoffel sowohl die Funktionstüchtigkeit des Lab-on-a-Chip-Systems als auch die des als Vergleichsmethode dienenden Molecular Beacon" Tests bestätigt. Anhand der Messungen konnten so virusinfizierte Kartoffeln von nichtinfizierten Kartoffeln getrennt werden. 

Bearbeitet wurde das Forschungsthema vom 06/08 bis 03/11 von dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (Corrensstraße 3, 06466 Gatersleben, Tel.: 039482-5247) unter der Leitung von Prof. Dr. G. Kunze (Leiter der Forschungsstelle Prof. Dr. A. Graner) und der Fraunhofer-Gesellschaft e.V., Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS (Winterbergstraße 28, 01277 Dresden, Tel. 0351/2583-259) unter der Leitung von Dipl.-Ing. F. Sonntag (Leiter der Forschungsstelle Prof. Dr. E. Beyer).

Siehe auch IGF-Projekt 16816 BR "Multiplexer Schnellnachweis von Pflanzenpathogenen mittels Immunosensoren"

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Das IGF-Vorhaben Nr. 15670 BR der Forschungsgesellschaft für Messtechnik, Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden, Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und –entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.