Forschungsgesellschaft für Meß- und Sensortechnik e.V. Dresden

Forschungsgesellschaft für Messtechnik,
Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden

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Berührungslose Durchflussmessung hochviskoser Klebstoffe

AiF-Nr. 14661 N

Im Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben 14661 N "Berührungslose Durchflussmessung hochviskoser Klebstoffe" werden Ergebnisse zur Durchflussmessung hochviskoser Flüssigkeiten mit möglichst geringem Druckverlust vorgestellt.
Im Rahmen des Projektes wurden Druckverlustmessungen mit verschiedenen Messprinzipien (z.B. Coriolis, Ultraschall, Durckdifferenz) durchgeführt und mit Zahnradmesszellen als Referenz verglichen. Die Messgenauigkeiten, die Integrierbarkeit in Durchflussregelkreise und eine etwaige Klebstoffschädigung sind untersucht worden. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass eine berührungslose Durchflussmessung hochviskoser Klebstoffe mit einer Coriolismesszelle möglich ist und eine gute Alternative zu einem konventionellen volumetrisch arbeitenden Zahnradzähler ist.

Im Vergleich zu einer volumetrisch arbeitenden Zahnradmesszelle sind der Druckverlust und die Scherung des Klebstoffs geringer, die Messgenauigkeit ist größer und zusätzlich lässt sich die Klebstoffdichte bestimmen. Dies ist wichtig, da die auf den Klebstoffdatenblättern angegebene Dichte nicht mit der im Dosierprozess übereinstimmt. Mit steigendem Applikationsdruck nimmt die Dichte zu. Wird mit einer volumetrischen Messzelle gearbeitet und die Dichte in eine Masseberechnung nicht dem Applikationsdruck angepasst, kann es zu Messabweichungen kommen.

Mit diesem Projekt ist es gelungen, ein Problem des automatisierten Klebstoffauftrags, das Schließen des Durchfluss-Regelkreises, zu lösen. Hierzu wurde ein Messverfahren identifiziert und für die Aufgabe adaptiert, das mit nur einem sehr geringen Druckverlust, berührungslos wirkend und mit sehr guter Genauigkeit die Klebstoffdurchflussmenge auch für hochviskose Klebstoffe und geringe Schussmengen erfassen kann. Dieses Messprinzip kann sehr gut in Regelkreise zur Durchflussmengenregelung hochviskoser Flüssigkeiten als Sollwertgeber eingesetzt werden.

Das Ziel des Forschungsvorhabens wurde somit vollständig erreicht.

Prof. Dr. St. Böhm , Technische Universität Braunschweig, Institut für Füge- und Schweißtechnik

Laufzeit: 01.02.2006-31.01.2008

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Das IGF-Vorhaben Nr. 14661 N der Forschungsgesellschaft für Messtechnik, Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden, Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und –entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.