Forschungsgesellschaft für Meß- und Sensortechnik e.V. Dresden

Forschungsgesellschaft für Messtechnik,
Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden

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Funktionalisierte Polymer-Feinstrukturen für Medizintechnik und Biotechnologie

AiF-Nr. 14394 BR

Die Motivation ergibt sich aus dem breiten Einsatz von Zellkulturen in Medizin, Gentechnik, Tissue Engineering und für Test- und Forschungszwecke (Pharmaka, Werkstoffe, Lebensmittel, Umwelt). Dafür werden zunehmend polymere Einweg-Laborartikel und Zell­-Mikroarrays benötigt, deren Oberfläche eine Strukturierung und ortsselektive Funktionalisierung im unteren Mikrometer- und oberen Nanometerbereich aufweist.

Die einzelnen Verfahrensschritte dazu müssen aufeinander abgestimmt, negative Interferenzen vermieden werden. Im Nanoskalenbereich beeinflussen sich mechanische, physikalische und chemische Effekte untereinander und bestimmen in Summe sehr differenziert Zellhaftung, -ausbreitung und -vermehrung und damit die Anwendungsmöglichkeiten der polymeren Zellkulturträger.

Forschungsziel ist ein optimiertes und getestetes, technologisch einfaches Verfahren zur Produktion von hochwertigen polymeren Einwegartikeln für Medizintechnik und Biotechnologie, die individuell auf wissenschaftliche und wirtschaftliche Forderungen abgestimmt werden können und übliche Laborstandards berücksichtigen.

Es wird eine geschlossene Verfahrenskette (Spritzgießen hochreiner Kunststoffplatten, Heißprägen der Feinstrukturen, physikalisch-energetische Oberflächenfunktionalisierung) entstehen, die ausdrücklich von KMU beherrschbar ist.

Die wirtschaftliche Bedeutung für kmU des Wirtschaftszweigs Kunststoffwaren ist besonders groß, da das Projekt die Herstellung anspruchsvoller Nischenprodukte in Medizintechnik, Biotechnologie und Umwelttechnik unterstützt.

Als Umsetzung der Ergebnisse ist die unmittelbare industrielle Anwendung vorgesehen.

Im Forschungsprojekt ist neben physiko-chemischer Oberflächenanalyse und Zellkulturtest eine exemplarische Tissue Engineering - Anwendung, die Züchtung von neuartigem Hautersatz, enthalten, woraus sich Vorteile bei der Markteinführung ergeben.

Prof. Dr. R. Poll, TU Dresden, Institut für Biomedizinische Technik

Dipl.-Ing. F. Sonntag, FhI für Werkstoff- und Strahltechnik, Dresden

Dr. Th. Wagenknecht, Kunststoff-Zentrum Leipzig gGmbH, Leipzig

Laufzeit: 01.05.2005 - 30.04.2007

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Das IGF-Vorhaben Nr. 14394 BR der Forschungsgesellschaft für Messtechnik, Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden, Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und –entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.